Drei Jahre begründen eine Tradition, sagt man. Wenn das stimmt, dann ist der jährliche Gig von Murphy’s Law im Teehaus inzwischen eine, und noch dazu eine bereits sehr liebgewonnene. Im August 2015 legte die Band auf der Open Air-Bühne im idyllischen Englischen Garten ein fulminantes Debüt hin und wurde von einer ca. 800-köpfigen Menge stürmisch begrüßt, gefeiert und zu stolzen drei Zugaben angefeuert, ehe die “Noch einer!”-Rufe verstummten. Zwei Jahre später ließ das Publikum Murphy’s Law nicht mehr mit ein paar zusätzlichen Songs von der Bühne, sondern jubelte sich zu einem ganzen Extra-Set, das die Band mit Freude darbot und das durch die spontane Reaktion der Veranstalter auf den Wunsch der Zuhörer ermöglicht wurde. Ein gelungenes Beispiel musikalischer Basisdemokratie!

Wer deutsche Konzertgänger ein wenig kennt weiß, dass so viel Zustimmung an einem Sonntagabend – sprich: vor dem Weckerklingeln am Montag morgen – ein großes Kompliment an die Adresse der Musiker ist. Nach fast einem Jahr mit ihrem Neuzugang Jens Clarberg am Bass ist die neue Besetzung zu einer Einheit verschmolzen, deren guter Draht zueinander ihre Auftritte mindestens ebenso mitreißend macht wie ihre Spielfreude. Möglich gemacht wird die Tradition – der wir eine langjährige Fortsetzung wünschen – durch das Team hinter Teehaus und Konzertsommer Berlin, das hart arbeitet, um diese bezaubernde Reihe von Sommerkonzerten an einem ebenso bezaubernden Ort auf die Bühne zu bringen. Ein herzliches Dankeschön geht deshalb an die Organisatoren und an das Publikum. Murphy’s Law freuen sich jedes Jahr mehr auf diesen Auftritt, und natürlich schon jetzt auf 2018!

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